Bot-Sitting - Vom KI-Werkzeug zum digitalen Team
Was passiert, wenn KI nicht mehr nur Fragen beantwortet, sondern plötzlich selbst arbeitet? Klaus Arent hat das ziemlich weit getrieben. Sehr weit sogar. Er hat inzwischen über 30 eigene KI-gestützte ...Was passiert, wenn KI nicht mehr nur Fragen beantwortet, sondern plötzlich selbst arbeitet? Klaus Arent hat das ziemlich weit getrieben. Sehr weit sogar. Er hat inzwischen über 30 eigene KI-gestützte Systeme gebaut – von Analytics- und Social-Media-Tools über einen KI-Schuldenberater und einen JobBot bis hin zu einer Fantasy-Welt für Kindergeschichten, einem Nährstoff-Wiki oder einem Tool, das Lebenserinnerungen festhält. Manche Projekte laufen produktiv, manche verdienen Geld, manche waren einfach eine gute Idee für einen Abend – und einige wurden wieder beerdigt. Dabei sitzt Klaus längst nicht mehr allein vor einem Chatfenster. Zeitweise arbeiten bei ihm mehrere KI-Agenten parallel. Sie recherchieren, programmieren, gestalten, sprechen sich untereinander ab und verteilen Aufgaben weiter. Ein Modell darf beispielsweise erst programmieren, nachdem es sich mit anderen Modellen abgestimmt hat. Ein Agent orchestriert, andere übernehmen Spezialaufgaben. Klingt fast wie ein richtiges Team. Nur ohne Urlaubstage und Kaffeeküche. Und genau da beginnt das Bot-Sitting. Denn auch digitale Mitarbeiter brauchen Führung. Sie stellen Rückfragen. Sie brauchen Kontext. Sie treffen Entscheidungen, die man lieber noch einmal überprüfen möchte. Manchmal reicht eine kurze Antwort, manchmal braucht es eine Art Teammeeting mit den Bots – und manchmal stellt man fest, dass fünf Agenten gerade sehr effizient in die falsche Richtung arbeiten. Klaus zeigt an diesem Abend, wie sein Alltag mit einem solchen digitalen Team tatsächlich aussieht: Was lässt sich heute schon delegieren? Wie arbeiten mehrere Agenten zusammen? Wann muss der Mensch eingreifen? Und was passiert mit der eigenen Rolle, wenn nicht mehr das Bauen der Engpass ist, sondern das Entscheiden, Priorisieren und Kontrollieren? Denn wenn plötzlich fast jede Idee umsetzbar wird, entsteht ein ganz neues Problem: Welche davon sollte man eigentlich wirklich bauen?

